Klöster und Kirchen
in der Lüneburger Heide

Bereits seit über 800 Jahren und größtenteils im Originalzustand bewahrt, bestehen die "Heideklöster" und "Lüneburger-Klöster". Sowohl aus der Gotik, der Renaissance und aus der Barockzeit lassen sich Klöster und Kirchen in der Lüneburger Heide finden. Seit der Reformation sind bis heute 6 bewohnte Klöster in der Lüneburger Heide zu finden, die auf Wunsch auch gerne besichtigt werden können. Wir möchten Ihnen eine kleine, feine Auswahl der Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide vorstellen, die Sie von unserem Kurhotel gut erreichen können.

Das Kloster Medingen
(Entfernung zur VILLA IM PARK: 1 km)

Das ehemalige Zisterzienserkloster St. Mauritius und heutige Medinger Damenstift gehört zu den sechs "Lüneburger Klöstern", die sich seit dem Mittelalter in der Lüneburger Heide erhalten haben. Gelegen in unmittelbarer Nähe des Kurortes Bad Bevensen, ca. 30 Kilometer südöstlich der alten Hansestadt Lüneburg und erstmals zeitgeschichtlich im Jahr 1228 erwähnt, kann der Konvent von Medingen auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblicken. 1228 gründete ein Zisterzienserlaienbruder mit vier Nonnen aus dem Kloster Wolmirstedt einen Konvent. Nach Aufenthalten im Wendland, in Bohndorf und Altenmedingen, wo sie unter dem Schutz der Ritter von Meding standen, zogen sie 1336 nach Medingen.

Im Stile der Backsteingotik erbaut, kam dem Kloster bereits im Mittelalter große kulturhistorische Bedeutung zu. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Kirchenlieder, die noch heute von beiden Konfessionen gesungen werden.

Nach harten Auseinandersetzungen mit dem Landesherren, Herzog Ernst dem Bekenner zu Braunschweig und Lüneburg, trat das Kloster 1555 endgültig zum evangelischen Glauben über.
Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1781 musste es neu erbaut werden (Weihefest 1788). Nur das gotische Brauhaus blieb erhalten.
Das Zisterzienserinnen-Kloster wurde - wie alle Klöster im norddeutschen Raum - nach der Reformation in ein evangelisches Damenstift umgewandelt.
Heute präsentiert sich das Kloster als schlossähnliches Gebäude im klassizistischen Stil mit barockem Kirchturm und eindrucksvoller Rundkirche. Zu seinen Kunstschätzen gehören Möbel, Teppiche, Gemälde, Silber und Stickereien mit Flussperlen aus der Ilmenau.

Auch im 21. Jahrhundert - dem Zeitalter von Handies, E-Mail und World Wide Web, gehören Klöster nach wie vor zum festen kulturellen und sozialen Bestandteil der Gesellschaft - als Ausflugsziel, als (kunst-)historische Stätte der Kulturbewahrung, und als Ort der Besinnung und Geborgenheit in einer christlichen Gemeinschaft.

Der Konvent läd Sie herzlich ein auf einen kleinen Rundgang durch die Kultur- und Entstehungsgeschichte des Kloster Medingen. Erfahren Sie Interessantes und vielleicht gar Neues über das heutige Leben im Kloster, den Freundeskreis Hospiz e.V. und die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen rund um das Medinger Damenstift.

Adresse Kloster Medingen

Klosterweg 1
29549 Bad Bevensen

Telefon Informationen: 05821 2286
Fax-Anfragen: 05821 967751

Öffnungszeiten:

Ostersamstag - 15. Oktober:
Dienstag - Samstag Führungen: 10.00 Uhr & 14.00-17.00 Uhr
Sonntag Führungen: 11.00 Uhr & 14.00-17.00 Uhr
montags: geschlossen
in der Karwoche: 23. & 24. August geschlossen
16. Oktober bis Ostersamstag: Führungen nur nach vorheriger Anmeldung

Das Kloster Ebstorf
(Entfernung zur VILLA IM PARK: 14 km)

Das Kloster Ebstorf liegt im schönen Schwienautal und beeindruckt durch die ruhige Schönheit und Geschlossenheit eines über so lange Zeit erhaltenen mittelalterlichen Klosteranwesens. Günstige Umstände haben es vor Zerstörung und Brand bewahrt, die Klosterfrauen haben es nie verlassen. So begegnet uns in Norddeutschland eine christliche Tradition und Kultur, die uns auf einmalige Weise unsere Wurzeln und Werte spüren lässt.

Aus dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster ist nach der Reformation, die gegen große Widerstände eingeführt wurde, ein evangelisch-lutherischer Konvent geworden. Wo im Mittelalter vorwiegend Frauen aus meist adligen Familien der Umgebung lebten, gestalten heute ehemals berufstätige Frauen aus unterschiedlichen Berufen einen frei gewählten Lebensabschnitt.

Zu den bemerkenswertesten Kunstschätzen in Kloster und Kirche gehören: aus der Zeit der Wallfahrten die thronende Madonna auf dem Nonnenchor, in deren rückwärtigem Schrein das heilige Öl der Märtyrer als Reliqiue gefunden wurde, und die Ebstorfer Weltkarte.

Die Ebstorfer Weltkarte stellt in einer einzigartigen Größe und Fülle das christlich-europäische Weltbild des ausgehenden Mittelalters dar.
Daneben gibt es viele andere Kunstschätze: In den Kreuzgängen aus dem 13. und 14. Jh. z.B. die Konsol- und Schlusssteine und den Glasfensterzyklus nach dem Hilsspiegel, sowie Truhen und Kisten von 1177 an.
In der gotischen Kirche, die immer auch Gemeindekirche war, eine früher Bronzetaufe und im Südschiff farbige Bauplastiken, die Christus, die Apostel und den Klosterpatron Mauritius darstellen.
Auf dem Nonnenchor, der sich heute zur Kirche öffnet, findet sich der Mauritiusleuchter - um 1400 -, sowie Kunstegegenstände und Skulpturen aus verschiedenen Epochen.

Seit der Saison 1998 finden - neben den von Künstlern und Publikum so geschätzten Konzerten auf dem Nonnenchor - Musikabende und Ausstellungen in der Propsteihalle statt.

Adresse Kloster Ebstorf

Kirchplatz 10
29574 Ebstorf

Telefon Information: 05822 / 2304
Fax Information: 05822 / 2319
E-Mail: touristinfo@ebstorf.de

Preise:

Erwachsene: 4,00 €
Gruppen ab 20 Personen pro Person: 3,50 €
Schüler, Studenten, Erwerbslose: 3,00 €
Schüler, Studenten, Erwerbslose: Gruppen ab 20 Personen Pro Person: 2,00 €
Bei Gruppen wird um eine rechtzeitige (mind. 1 Woche vorher) Anmeldung gebeten.

Öffnungszeiten:

1. April - 15. Oktober:
Montag: geschlossen
Di.-Sa. : 10.00-11.00 Uhr & 14.00-17.00 Uhr fortlaufend
Sonntag & an kirchl. Feiertagen: 11.15 Uhr & 14.00-17.00 Uhr fortlaufend
16. Oktober - 31. Oktober:
Montag: geschlossen
Di.-So.: nur eine Führung um 14.00 Uhr
1. November - 31. März: geschlossen

St. Georgskirche Wichmannsburg in Bienbüttel (Entfernung zur VILLA IM PARK: 11 km)

Wichmannsburg leitet seinen Namen vom Grafen Wichmann Billung ab, der diese Gegend von seinem Vater, Hermann Billung, erbte und hier um 950 eine Schutzburg gegen die Slawen errichtete.
Die dem Heiligen Georg, dem Kämpfer gegen alles Böse, geweihte Kirche ist wohl bald darauf gebaut worden. Sie zeigt an ihrer Nordwand noch heute, wie sie ursprünglich ausgesehen haben könnte: schönes F eldsteinmauerwerk mit kleinen Rundbogenfenstern.
1659 stürzte die Kirche während eines Gottesdienstes ein. Sie wurde mit vorgesetzter Ziegelmauer an der Südseite und vergrößerten Fenstern wieder aufgebaut. Weitere Umbauten erfolgten: um 1750 neuer Fachwerkturm, 1869 neuer Chorraum und höher gelegter Fußboden; 1960 Erneuerung von Gestühl, Kanzel und Orgel.

Ausstattung: Gotischer Schnitzaltar (um 1500), wahrscheinlich aus der Werkstatt von Lewin Storch aus Hildesheim. In der Predella gemalter St. Georg und St. Mauritius, im Mittelteil figurenreiche Kreuzigung, daneben Heilige, in den Flügeln die 12 Apostel, im Aufsatz Maria im Strahlenkranz.
Nachbildung eines Lübecker Renaissanceleuchters (1981), Taufstein von 1986.

Adresse St. Georgskirche Wichmannsburg bei Bienenbüttel

Billungstraße 33
29553 Bienenbüttel

Telefon Pfarramt: 05823 / 1732
E-Mail: KG.Wichmannsburg@gmx.net

Öffnungszeiten:

Von Ostern bis zum Erntedankfest: täglich geöffnet: 09.00 - 18-00 Uhr
Gottesdienst: Sonntag: 10.00 Uhr